Wen wir mit unserer Spendenaktion unterstützen - refugio Andújar

Mein Reisebericht aus Andújar:

Bereits um 7.30 traf ich mich mit José Carlos und Pilar, um in Kolonne zum Tierheim zu fahren. Der erste Eindruck war eigentlich ziemlich gut, aber natürlich steht völlig außer Frage, dass ich ziemlich traurig wurde. Als ich dienstags zum ersten Mal im Tierheim ankam, befanden sich dort 103 Hunde und demnach muss ich zu Geruch und Geräuschpegel bei unserer Ankunft nicht viel sagen.

Das Tierheim wird seit vielen Jahren vom deutschen Verein "Vergessene Pfoten e.V." unterstützt und demnach sind die Rahmenbedingungen für die Hunde verhältnismäßig wirklich sehr gut. Die Freiwilligen kommen morgens, um u.a. die Zwinger zu reinigen und während ihrer Anwesenheit dürfen die Hunde in den zu ihren Zwingern gehörigen Freilauf. Irgendwas zwischen 8 und 10 Hunden teilen sich Zwinger und Freilauf. Bis ca. 13.30 sind die Hunde also frei, das ist sehr außergewöhnlich für ein refugio.

Margarita, die Verantwortliche in Andújar, ist eine ganz bewundernswerte Person und mich hat sie sehr beeindruckt. Aber auch alle anderen, die ich kennenlernen durfte (Adrián, Pilar, José Carlos, Gerónimo,etc) leisten so viel gute Arbeit in einem Land, das Tiere wie Sachgegenstände behandelt.

Die Einstellungen der Andalusier gegenüber ihren Tieren lässt sich ganz gut in folgender Tatsache zusammenfassen: Ich den sechs Tagen, die ich in Andújar war, kamen vier neue Hunde dazu!! Unvorstellbar. Darunter unter anderem eine wunderschöne, weiße Galgohündin, der man den Mikrochip aus dem Hals geschnitten hat und sie daraufhin aussetzte, vermutlich weil sie nicht mehr für die Jagd taugte. Ebenso ein zwei Monate alter Welpe, dessen Besitzer ihn sonst mit einem Stein erschlagen hätte, weil er schon "zu viele Hunde" hat und irgendwie nicht auf die Idee kommt, seine Hündin kastrieren zu lassen. Aber so ist das nunmal in Andalusien. 

Im Tierheim durfte ich also in die Freiläufe, mit den Hunden spielen und natürlich fotografieren. Meine Aufgabe bestand darin die Neuankömmlinge und die Welpen zu fotografieren. Vaya, pedazo de trabajo!

Mission Spendenübergabe in Spanien

Wir haben im Laufe der letzten Wochen Spenden für das refugio Andújar gesammelt. Alles in allem haben wir fantastische 610 Euro geschafft! (Lieben Dank erneut, ihr tollsten Spender*innen).

Der Verein "Vergessene Pfoten" unterstützt das Tierheim in Andújar.

Margarita vom Tierheim hat mich gebeten, mit dem Geld offenen Rechnungen in der Tierklinik zu bezahlen. Also habe ich mich bei Tierärztin Elena für einen Nachmittag angemeldet und um Fotoerlaubnis gebeten. Wie es der Zufall so will, waren natürlich auch Tiere aus dem refugio dort. Rigoberto, der unglaublich sympathische Bodeguero bekam eine Ultraschalluntersuchung und ein Neuankömmling noch ohne Namen wurde kastriert. Außerdem lebt die Katze Odry nun bereits seit 4 Monaten in der Praxis, Den Besitzer von Odry hatte ihr Problem mit den Augen gestört, er fand es "ekelhaft" und wollte sie einschläfern lassen. Die Praxis hat darauf hin Margarita gebeten einen neuen Besitzer zu finden. Der Wunsch nach Vermittlung besteht mittlerweile allerdings nicht mehr, da alle im Team Odry so sehr ins Herz geschlossen haben, dass sie vermutlich einfach dort bleiben wird.

Wir ihr sehen könnt, habe ich mit den 610 Euro insgesamt 19 Rechnungen bezahlt. Kastrationen, Impfungen, Tablette, kleinere Eingriffe, etc. Die Belege für die getätigten Zahlungen habe ich dann Margarita übergeben. Ihre Freude war groß und sie hat mich mehrfach gebeten, allen Spender*innen eine Umarmung zu geben, wenn ich zurück bin.